Konzept

Ansible

Fiktives Gerät für instantane Kommunikation über beliebige Entfernungen, erdacht von Ursula K. Le Guin und übernommen von zahllosen SF-Autoren.

Was ist Ansible?

Fiktives Gerät für instantane Kommunikation über beliebige Entfernungen, erdacht von Ursula K. Le Guin und übernommen von zahllosen SF-Autoren.

Der Ansible ist ein Kommunikationsgerät, das Nachrichten instantan über jede Entfernung übertragen kann, unabhängig von der Lichtgeschwindigkeit. Ursula K. Le Guin erfand das Konzept 1966 in 'Rocannon's World' und gab ihm seinen Namen in 'The Dispossessed' (1974), wo der Physiker Shevek die theoretischen Grundlagen für das Gerät entwickelt.

Der Name leitet sich vermutlich vom englischen 'answerable' ab. In Le Guins Hainish-Zyklus ermöglicht der Ansible die Kommunikation zwischen den Welten der Ekumen, einer losen interstellaren Gemeinschaft. Ohne ihn wäre die Koordination über Lichtjahre hinweg unmöglich, da konventionelle Signale Jahrzehnte oder Jahrhunderte unterwegs wären.

Das Konzept wurde von zahlreichen anderen Autoren übernommen. Orson Scott Card machte den Ansible in 'Ender's Game' (1985) zum zentralen Kommunikationsmittel der interstellaren Flotte. Ohne den Ansible wäre die Koordination des Endkampfes gegen die Buggers unmöglich gewesen. Vernor Vinge, Dan Simmons und viele andere griffen die Idee auf.

Das Ansible löst ein fundamentales Problem der Science-Fiction: Wie erzählt man Geschichten, die sich über Lichtjahre erstrecken, wenn Kommunikation Jahrzehnte dauert? Ohne instantane Kommunikation zerfallen interstellare Imperien in isolierte Welten. Le Guin erkannte das früh und schuf ein Gerät, das elegant genug war, um zum Industriestandard des Genres zu werden.

Der Name hat die reale Welt erreicht: Die populäre IT-Automatisierungssoftware Ansible (heute Red Hat) wurde nach Le Guins Erfindung benannt.